Was es bedeutet

Knorpel ist das feste, gummiartige Gewebe in Gelenken und wachsenden Knochen. Ein Enchondrom ist ein Knorpelherd in der Markhöhle eines Knochens. Vermutlich entsteht es aus Zellen, die in der Kindheit von der Wachstumsfuge zurückgeblieben sind. Oft enthält es Kalkeinlagerungen, die im Röntgen und CT wie kleine Ringe und Bögen aussehen. Im MRT hat es einen gelappten Rand und ist auf T2-Bildern sehr hell, weil Knorpel viel Wasser enthält.

Wann es wichtig ist

Enchondrome sind häufig und machen meist keine Beschwerden. An der Hand sind sie fast immer gutartig, können den Knochen aber so schwächen, dass ein kleiner Bruch entsteht. In größeren Knochen achten Ärztinnen und Ärzte auf Zeichen eines seltenen, langsam wachsenden Knorpelkrebses, des Chondrosarkoms. Dazu zählen Schmerzen, die vom Herd selbst ausgehen, eine erhebliche Größe oder eine von innen ausgedünnte Knochenwand. Die meisten werden einfach beobachtet, manchmal mit einem Kontroll-Röntgen oder Kontroll-MRT.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Sieht etwas daran anders aus als bei einem typischen Enchondrom?
  • Brauche ich ein Kontroll-Röntgen oder ein Kontroll-MRT, und wann?
  • Kann es meine Schmerzen verursachen, oder ist es ein Zufallsbefund?