Was es bedeutet
Benigne beschreibt einen Befund, der kein Krebs ist. Gutartige Wucherungen bleiben, wo sie sind: Sie wachsen nicht in das umliegende Gewebe ein und streuen nicht in andere Organe. Viele häufige Befunde sind gutartig, etwa einfache Zysten, Myome der Gebärmutter oder Fettgewebsknoten, sogenannte Lipome. Radiologinnen und Radiologen schreiben oft „am ehesten benigne“ oder „Benignitätskriterien“, wenn das Bild deutlich in diese Richtung weist.
Wann es wichtig ist
Benigne ist beruhigend, heißt aber nicht immer, dass nichts zu tun ist. Auch eine gutartige Wucherung kann durch ihre Größe oder Lage Beschwerden machen, deshalb werden manche beobachtet oder behandelt. Im Bild ist benigne eine Einschätzung anhand typischer Merkmale, die oft ohne Biopsie ausreicht. In der Brustbildgebung bedeutet „wahrscheinlich benigne“ (BI-RADS 3) meist eine Kontrolle nach etwa sechs Monaten.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Ist dieser Befund sicher benigne oder nur wahrscheinlich benigne?
- Kann er Beschwerden machen oder eine Behandlung brauchen, obwohl er gutartig ist?
- Muss er kontrolliert werden, um das zu bestätigen?
