Was es bedeutet

Wird ein winziges Blutgefäß undicht, baut der Körper das ausgetretene Blut ab. Zurück bleibt ein eisenhaltiger Rest, das Hämosiderin. Eisen stört das Magnetfeld im MRT und zeigt sich deshalb in blutempfindlichen Sequenzen, SWI oder T2* (T2-Stern) genannt, als kleine, sehr dunkle Punkte. Mikroblutungen sind ein Zeichen brüchiger kleiner Gefäße, keine aktive Blutung. Für sich allein verursachen sie meist keine Beschwerden.

Wann es wichtig ist

Ihre Lage liefert Hinweise. Mikroblutungen tief im Gehirn hängen meist mit Bluthochdruck zusammen. Liegen sie bei älteren Menschen nahe der Hirnoberfläche, können sie auf eine zerebrale Amyloidangiopathie hinweisen, eine Eiweißablagerung in den Gefäßwänden. Auch Kopfverletzungen können sie verursachen. Viele Mikroblutungen können das Risiko einer größeren Blutung erhöhen, was Ärztinnen und Ärzte bei der Entscheidung über Blutverdünner abwägen. Eine einzelne ist bei älteren Menschen recht häufig.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Liegen die Mikroblutungen tief im Gehirn oder nahe der Oberfläche?
  • Ändert das etwas daran, ob ich Aspirin oder Blutverdünner nehmen darf?
  • Könnten sie von Bluthochdruck oder einer früheren Kopfverletzung stammen?