Was es bedeutet

Tief im Gehirn zweigen winzige Arterien ab. Sie versorgen Bereiche, die Signale weiterleiten und Bewegungen steuern, etwa den Thalamus und die Basalganglien. Verschließt sich eine davon, stirbt ein kleines Gewebeareal ab. Nach der Abheilung bleibt oft ein winziger, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum zurück, die Lakune, meist kleiner als 15 mm. „Chronisch“ oder „alt“ bedeutet, dass der Schlaganfall in der Vergangenheit liegt.

Wann es wichtig ist

Ein zufällig entdeckter alter lakunärer Infarkt ist häufig, besonders bei Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen. Meist spricht er für eine Erkrankung der kleinen Hirngefäße (Mikroangiopathie) und nicht für ein Blutgerinnsel, das aus dem Herzen oder den Halsgefäßen ins Gehirn gelangt ist. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt prüft dann eventuell Blutdruck, Cholesterin und andere Risikofaktoren. Ein frischer Infarkt erscheint in den Diffusionsaufnahmen des MRT hell und wird wie ein neuer Schlaganfall behandelt. Ältere Aufnahmen helfen, ihn zeitlich einzuordnen.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Ist dieser Infarkt alt, oder könnte er frisch sein?
  • Könnte er Schwäche, Taubheitsgefühle oder Ungeschicklichkeit erklären, die ich bemerkt habe?
  • Welche Risikofaktoren sollten wir prüfen, etwa Blutdruck oder Diabetes?

Mehr dazu: Lakunärer Infarkt im MRT: Was er bedeutet, Ursachen und wann er wichtig ist