Was es bedeutet

Nervenzellen, die im Gehirn verloren gehen, werden nicht ersetzt. Stattdessen vermehren sich Stützzellen, die sogenannten Gliazellen, und füllen den geschädigten Bereich aus, ähnlich wie sich in der Haut eine Narbe bildet. Dieses Gewebe enthält mehr Wasser als gesundes Hirngewebe und erscheint deshalb in den T2- und FLAIR-Aufnahmen des MRT hell. Eine Gliose umgibt oft ein Areal mit Gewebeverlust, die sogenannte Enzephalomalazie.

Wann es wichtig ist

Eine Gliose zeigt meist eine alte, abgeheilte Schädigung an, keine aktive Erkrankung, und bleibt in der Regel über die Zeit gleich. Kleine verstreute Herde in der weißen Substanz sind im Alter häufig und hängen oft mit einer Mikroangiopathie zusammen. Bei einem größeren Areal zählt vor allem die Ursache, die sich oft aus Ihrer Vorgeschichte ergibt. Ältere Aufnahmen helfen zu bestätigen, dass der Befund stabil ist. Narben nahe der Hirnoberfläche können gelegentlich Ausgangspunkt epileptischer Anfälle sein.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Was hat diese Gliose am ehesten verursacht: eine alte Verletzung oder Veränderungen der kleinen Gefäße?
  • Hat sie sich im Vergleich zu meinen früheren Aufnahmen verändert?
  • Könnte diese Narbe mit meinen Beschwerden zusammenhängen, etwa mit Krampfanfällen?

Mehr dazu: Gliotische Veränderungen im MRT: Was sie bedeuten, welche Ursachen es gibt und wann sie besorgniserregend sind