Was es bedeutet

Als Polyp gilt alles, was sich von der Gallenblasenwand in den Innenraum vorwölbt. Die meisten sind Cholesterinpolypen aus fettbeladenen Zellen, die sich unter der Schleimhaut sammeln. Ein kleinerer Teil sind Adenome, also echte Wucherungen der Wand. Im Ultraschall ist ein Polyp ein heller Punkt, der fest an der Wand sitzt. Anders als ein Gallenstein bleibt er an Ort und Stelle, wenn Sie sich bewegen, und wirft keinen Schallschatten.

Wann es wichtig ist

Die meisten kleinen Polypen bleiben harmlos, viele verändern sich nie. Größe und Form bestimmen das weitere Vorgehen, wobei sich die Leitlinien bei den genauen Grenzwerten etwas unterscheiden. Sehr kleine Polypen brauchen oft keine Kontrolle. Mittelgroße werden häufig ein bis zwei Jahre lang mit Ultraschall kontrolliert. Polypen ab etwa 1 cm oder solche, die wachsen, sind eher Adenome. In seltenen Fällen entsteht daraus Krebs, deshalb kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt vorschlagen, die Gallenblase zu entfernen.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Wie groß ist der Polyp, und ist eine Ultraschallkontrolle nötig?
  • Sitzt der Polyp auf einem dünnen Stiel oder breitbasig, und ändert das etwas?
  • Hat sich seine Größe im Vergleich zu früheren Aufnahmen verändert?