Was es bedeutet
Galle ist eine Verdauungsflüssigkeit, die die Leber bildet. Gespeichert wird sie in der Gallenblase, einem kleinen Beutel unter der Leber. Gallensteine entstehen, wenn Bestandteile der Galle, meist Cholesterin, zu festen Stückchen verhärten. Sie reichen von Sandkorngröße bis zu einigen Zentimetern. Im Ultraschall erscheinen sie hell, werfen einen dunklen Schallschatten und verlagern sich meist, wenn Sie Ihre Lage ändern. Im Befund heißen sie oft Konkremente. Der Ultraschall erkennt sie am besten, im CT können manche unsichtbar bleiben.
Wann es wichtig ist
Die meisten Gallensteine verursachen keine Beschwerden, sind ein Zufallsbefund und werden in der Regel nicht behandelt. Wichtig werden sie, wenn sie Schmerzattacken unter dem rechten Rippenbogen auslösen, oft nach dem Essen. Ein Stein kann außerdem die Gallenblase entzünden, einen Gallengang verstopfen oder eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) hervorrufen. Die Radiologin oder der Radiologe achtet auf Zeichen dafür, etwa eine verdickte Gallenblasenwand, Flüssigkeit um die Gallenblase oder erweiterte Gallengänge. Machen die Steine Beschwerden, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt vorschlagen, die Gallenblase zu entfernen.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Können die Gallensteine meine Schmerzen erklären?
- Gibt es Zeichen einer Entzündung oder eines Steins in den Gallengängen?
- Muss etwas unternommen werden, wenn ich keine Beschwerden habe?
Mehr dazu: Gallensteine im Ultraschall: Was sie bedeuten, Ursachen und wann eine Behandlung nötig ist
