Was es bedeutet
Bei einer Endometriose wächst Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutter. Am Eierstock kann dieses Gewebe bei jedem Zyklus etwas bluten. Mit der Zeit entsteht eine Zyste aus dickem, dunklem, altem Blut, daher der Name Schokoladenzyste. Im Ultraschall wirkt die Flüssigkeit gleichmäßig trüb, wie Milchglas. In der MRT erscheint altes Blut in T1-Bildern hell und in T2-Bildern oft dunkler, ein Zeichen, das „Shading“ heißt.
Wann es wichtig ist
Endometriome sind gutartig, verschwinden aber anders als zyklusbedingte Zysten meist nicht von selbst. Wichtig sind sie, weil sie auf eine Endometriose hinweisen. Diese kann Unterleibsschmerzen, schmerzhafte Regelblutungen und Probleme beim Schwangerwerden verursachen. Viele Endometriome werden mit Ultraschall kontrolliert. Je nach Beschwerden, Größe und Kinderwunsch kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine Hormonbehandlung oder eine Operation vorschlagen. Selten entsteht in einem Endometriom Krebs, daher werden neue solide Anteile genauer abgeklärt.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Gibt es Hinweise auf eine Endometriose an anderen Stellen im Becken?
- Kann die Zyste meine Fruchtbarkeit oder meine Eizellreserve beeinträchtigen?
- Wie oft sollte sie kontrolliert werden, und welche Veränderungen wären wichtig?
Mehr dazu: Endometriom (Schokoladenzyste) im Ultraschall und MRT: Was das bedeutet
