Was es bedeutet
Jeden Monat bilden sich im Eierstock kleine, flüssigkeitsgefüllte Bläschen (Follikel), und eines davon gibt eine Eizelle frei. Ein Follikel, der weiterwächst, oder der Gelbkörper, der nach dem Eisprung zurückbleibt, kann wie eine Zyste aussehen. Solche Funktionszysten sind am häufigsten. Andere Arten sind Zysten mit altem Blut (Endometriome), Dermoidzysten und, seltener, Wucherungen, die genauer abgeklärt werden müssen. Eine einfache Zyste hat eine dünne Wand und enthält nur klare Flüssigkeit.
Wann es wichtig ist
Vor den Wechseljahren sind die meisten Ovarialzysten Funktionszysten und verschwinden innerhalb weniger Zyklen. Einfache Zysten sind in jedem Alter fast immer gutartig. Zur Einschätzung des Risikos kann die Radiologin oder der Radiologe das O-RADS-System nutzen. Genauer hingesehen wird bei Zysten mit soliden Anteilen, dicken Trennwänden oder starker Durchblutung, und nach den Wechseljahren ist man vorsichtiger. Mögliche nächste Schritte sind ein Kontrollultraschall nach einigen Wochen oder Monaten, eine MRT oder eine gynäkologische Abklärung.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Sieht die Zyste einfach aus, oder hat sie solide Anteile?
- Ist das wahrscheinlich eine zyklusbedingte Zyste, die von selbst verschwindet?
- Brauche ich einen Kontrollultraschall, und zu welchem Zeitpunkt im Zyklus?
Mehr dazu: Eierstockzyste im Ultraschall: Was sie bedeutet, Ursachen und wann Vorsicht geboten ist
