Was es bedeutet

Knochen wird ständig ab- und wieder aufgebaut. Wird er schneller belastet, als er sich erholen kann, etwa nach einer plötzlichen Steigerung beim Laufen, Marschieren oder Springen, entstehen winzige Risse. Zuerst zeigt sich nur eine Schwellung im Knochen, die sogenannte Stressreaktion. Später wird eine feine Bruchlinie sichtbar. Ist der Knochen durch Osteoporose geschwächt, kann schon die Alltagsbelastung ausreichen. Dann spricht man von einer Insuffizienzfraktur.

Wann es wichtig ist

Röntgenbilder sind in den ersten Wochen oft unauffällig. Das MRT ist die empfindlichste Untersuchung und zeigt, wie weit die Verletzung fortgeschritten ist. Die meisten Stressfrakturen heilen innerhalb einiger Wochen bis weniger Monate, wenn die auslösende Belastung pausiert. Einige Stellen, etwa der Schenkelhals an der Hüfte, gelten als risikoreicher und werden vorsichtiger behandelt. Wiederholte Stressfrakturen können Anlass sein, die Knochengesundheit zu überprüfen.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Ist das eine frühe Stressreaktion, oder ist schon eine Bruchlinie zu sehen?
  • Liegt die Fraktur an einer Risikostelle, die besondere Vorsicht braucht?
  • Sollten meine Knochendichte oder mein Vitamin-D-Spiegel untersucht werden?