Was es bedeutet
Fraktur ist das Fachwort für jeden Bruch oder Riss im Knochen, vom haarfeinen Spalt bis zum vollständigen Bruch. Disloziert heißt, dass die Bruchenden gegeneinander verschoben sind. Nicht disloziert bedeutet, dass sie es nicht sind: Der Knochen ist gebrochen, behält aber seine Form. Solche Brüche können fein und schwer zu erkennen sein. Manche zeigen sich daher nur im CT oder MRT oder auf einem erneuten Röntgenbild ein bis zwei Wochen später.
Wann es wichtig ist
Weil die Bruchstücke noch richtig stehen, heilen viele nicht dislozierte Frakturen ohne Operation gut, mit Gips, Schiene, Orthese oder Entlastung. Einige Stellen brauchen trotzdem mehr Aufmerksamkeit, auch wenn sich nichts verschoben hat. Beispiele sind das Kahnbein an der Handwurzel und der Schenkelhals an der Hüfte, wo die Blutversorgung empfindlich ist. Dort können engmaschigere Kontrollen oder eine Operation empfohlen werden. Röntgenkontrollen prüfen, ob die Bruchstücke an ihrem Platz bleiben.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Besteht die Gefahr, dass sich der Bruch während der Heilung verschiebt?
- Wie lange braucht dieser Knochen normalerweise, um zu heilen?
- Wann brauche ich Kontroll-Röntgenbilder?
