Was es bedeutet
Spikuliert beschreibt den Rand eines Knotens. Statt einer glatten Kontur strahlen feine Linien oder Zacken in das umliegende Gewebe aus, ein wenig wie die Strahlen eines Sterns. Solche Ausläufer können entstehen, wenn eine Wucherung am umgebenden Gewebe zieht oder hineinwächst, oder wenn sich Narbengewebe zusammenzieht. Am häufigsten sieht man das im CT der Lunge und in der Mammografie.
Wann es wichtig ist
Spikulierte Ränder erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Lungenrundherd oder ein Knoten in der Brust Krebs ist. Deshalb folgen meist weitere Untersuchungen statt bloßen Abwartens. Das kann eine PET-CT sein, die zeigt, wie stoffwechselaktiv das Gewebe ist, eine kurzfristige Kontrolle oder eine Biopsie. Nicht jeder spikulierte Befund ist Krebs: Narben nach Operationen, abgelaufene Infektionen und in der Brust auch Fettgewebe, das durch eine Verletzung geschädigt wurde, können genauso aussehen.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Wie stark spricht die Spikulierung in meinem Fall für Krebs?
- Könnte es stattdessen eine Narbe oder eine abgelaufene Infektion sein?
- Welche Untersuchung kommt als Nächstes, und wie bald?
