Was es bedeutet
Das Brustgewebe zeigt normalerweise feine Linien, die gleichmäßig zur Brustwarze hin verlaufen. Bei einer Architekturstörung sind einige dieser Linien zu einem Punkt hin zusammengezogen, oder der Rand des Gewebes wirkt eingezogen oder gerafft, ohne dass ein Knoten zu sehen ist. Die 3D-Mammografie (Tomosynthese) zeigt sie häufiger als normale 2D-Aufnahmen. Ursachen sind Narben nach Operation oder Biopsie, eine gutartige Veränderung namens radiäre Narbe und manchmal Krebs.
Wann es wichtig ist
Liegt die Architekturstörung an der Stelle einer früheren Operation oder Biopsie und passt zur Narbe, gilt sie meist als gutartig. Andernfalls wird sie ernst genommen, weil sie ein frühes Zeichen von Brustkrebs sein kann, auch wenn sich viele Fälle als gutartig herausstellen. Als Nächstes folgen meist Zusatzaufnahmen der Mammografie und ein Ultraschall. Bleibt der Befund ungeklärt, wird meist eine Biopsie empfohlen, auch wenn der Ultraschall unauffällig ist.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Könnte diese Architekturstörung von einer früheren Operations- oder Biopsienarbe stammen?
- Wurde im Ultraschall an derselben Stelle etwas gesehen?
- Falls eine Biopsie empfohlen wird, unter welcher Bildgebung wird sie durchgeführt?
