Was es bedeutet

Eine Zirrhose entsteht über viele Jahre, wenn eine anhaltende Schädigung der Leber mit Narbengewebe repariert wird. Häufige Ursachen sind Alkohol, Hepatitis B oder C und die Fettlebererkrankung. Die Narben teilen die Leber in kleine Knoten aus nachwachsendem Gewebe (Regeneratknoten). In den Aufnahmen wirkt die Oberfläche höckrig, manche Abschnitte schrumpfen, andere wie der Lobus caudatus werden größer. Eine frühe Zirrhose kann in der Bildgebung normal aussehen.

Wann es wichtig ist

Die Vernarbung erhöht den Druck in der Pfortader, der großen Vene, die das Blut zur Leber führt (portale Hypertension). Folgen können eine vergrößerte Milz, Wasser im Bauch (Aszites) oder Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) sein. Eine Zirrhose erhöht außerdem das Risiko für Leberkrebs. Üblich ist daher alle sechs Monate ein Ultraschall, oft zusammen mit einem Bluttest. Die Diagnose sichern meist Fachleute für Lebererkrankungen (Hepatologie), manchmal mit einer Messung der Lebersteifigkeit.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Zeigt die Untersuchung Zeichen eines erhöhten Drucks, etwa Wasser im Bauch oder eine große Milz?
  • Wie oft brauche ich Ultraschallkontrollen zur Früherkennung von Leberkrebs?
  • Was verursacht die Vernarbung, und lässt sich verhindern, dass sie fortschreitet?