Was es bedeutet
Das Labrum, auch Gelenklippe genannt, ist ein fester Knorpelring am Rand der Schulter- oder Hüftpfanne. Es vertieft die Pfanne und hilft, den Gelenkkopf an seinem Platz zu halten. Es kann beim Auskugeln des Gelenks, bei einem Sturz oder durch wiederholte Drehbewegungen einreißen oder mit dem Alter verschleißen. An der Hüfte geht ein Riss oft mit einer Knochenform einher, die das Labrum einklemmt (Impingement). Im MRT zeigt sich ein Riss als Flüssigkeit oder Kontrastmittel, das in oder unter das Labrum eindringt.
Wann es wichtig ist
Kleine Risse, vor allem durch Verschleiß, sind häufig und machen nicht unbedingt Beschwerden. Bedeutsamer wird ein Riss, wenn das Gelenk hakt, blockiert, sich instabil anfühlt oder schon ausgekugelt war. Ein Standard-MRT kann kleine Risse übersehen, weil das Labrum dünn ist. Am besten zeigt sie eine MR-Arthrografie, bei der vorher Kontrastmittel ins Gelenk gespritzt wird. Vielen Menschen hilft Physiotherapie. Andere werden an eine Chirurgin oder einen Chirurgen überwiesen, besonders nach wiederholtem Auskugeln.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Wo genau liegt der Riss, und kann er meine Beschwerden erklären?
- Sind auch Knorpel oder Knochen neben dem Riss geschädigt?
- Würde eine MR-Arthrografie in meinem Fall wichtige Zusatzinformationen liefern?
