Was es bedeutet

Die Oberfläche des Gehirns ist in Windungen und Furchen (Sulci) gefaltet, in der Mitte liegen flüssigkeitsgefüllte Kammern (Ventrikel). Schrumpft das Hirngewebe, werden die Furchen breiter und die Kammern größer, und der zusätzliche Raum füllt sich mit Flüssigkeit. Eine Atrophie kann global sein, also das ganze Gehirn betreffen, oder fokal, also vor allem eine Region. Der Begriff beschreibt dieses Erscheinungsbild, keine bestimmte Erkrankung.

Wann es wichtig ist

Ein gewisser Volumenverlust gehört zum normalen Älterwerden, deshalb steht im Befund oft, ob er altersentsprechend ist. Ärztinnen und Ärzte schauen genauer hin, wenn er stärker ist als für das Alter zu erwarten. Das gilt auch, wenn er vor allem einen Bereich betrifft, etwa die Gedächtniszentren (Hippocampi) in den Schläfenlappen. Auch starker Alkoholkonsum, frühere Schlaganfälle und Kopfverletzungen können ihn verursachen. Bei Beschwerden vergleicht Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eventuell mit älteren Aufnahmen oder schlägt einen Gedächtnistest vor.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Ist dieser Volumenverlust für mein Alter normal?
  • Betrifft er das ganze Gehirn oder vor allem bestimmte Bereiche?
  • Wären ein Gedächtnistest oder ein Vergleich mit älteren Aufnahmen sinnvoll?

Mehr dazu: Zerebrale Atrophie im MRT: Was sie bedeutet, welche Ursachen es gibt und wann sie besorgniserregend ist