Was es bedeutet
Bei der Schilddrüsenszintigrafie nimmt arbeitendes Schilddrüsengewebe eine kleine Menge Technetium oder Radiojod auf. Ein heißer Knoten nimmt mehr auf als das umliegende Gewebe; er bildet aktiv Schilddrüsenhormon, oft ohne die übliche Steuerung des Körpers. Ein kalter Knoten nimmt weniger auf als seine Umgebung. Ein Knoten mit etwa gleicher Aufnahme heißt warm. Heiß und kalt beschreiben die Aufnahme, nicht Temperatur oder Gefahr.
Wann es wichtig ist
Heiße Knoten sind fast immer gutartig und brauchen selten eine Punktion. Manche bilden zu viel Hormon und verursachen eine Überfunktion; dann spricht man von einem autonomen Adenom. Auch die meisten kalten Knoten sind gutartig, etwa Zysten oder harmlose Wucherungen, doch Krebs ist in einem kalten Knoten wahrscheinlicher als in einem heißen. Kalte Knoten werden daher meist per Ultraschall abgeklärt, eventuell mit Feinnadelpunktion.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Ist mein Knoten heiß, warm oder kalt, und wie groß ist er im Ultraschall?
- Kann ein heißer Knoten meine Schilddrüsenwerte erklären?
- Bedeutet ein kalter Knoten, dass ich eine Punktion brauche?
Mehr dazu: Schilddrüsen-Szintigraphie: Was heiße und kalte Knoten bedeuten
