Was es bedeutet

Jede Niere sammelt den Urin in einem zentralen Hohlraum, dem Nierenbecken mit seinen Verzweigungen (Nierenkelchen), bevor er über den Harnleiter in die Blase fließt. Ist der Abfluss gebremst oder blockiert, staut sich der Urin zurück, und dieser Raum weitet sich. Im Ultraschall sieht man dann dunkle, flüssigkeitsgefüllte Verzweigungen in der Mitte der Niere. Der Befund stuft den Stau meist als leicht, mittelgradig oder hochgradig ein, manchmal auch in Graden.

Wann es wichtig ist

Eine leichte Harnstauungsniere kann harmlos sein. Eine sehr volle Blase kann sie auslösen, und nach dem Wasserlassen kann sie bei einer erneuten Untersuchung verschwunden sein. Auch in der Schwangerschaft ist sie häufig. Sonst wird nach einer Ursache gesucht, etwa einem Nierenstein, einer vergrößerten Prostata, einer Engstelle oder etwas, das von außen auf den Harnleiter drückt. Ein länger bestehender Stau kann die Niere schädigen, ein Stau mit Fieber muss dringend behandelt werden. Mögliche nächste Schritte sind Nierenwerte im Blut, eine CT oder eine Nierenszintigrafie.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Wie ausgeprägt ist der Harnstau, und betrifft er eine oder beide Nieren?
  • Was verursacht den Stau, und besteht die Ursache noch?
  • Ist meine Nierenfunktion beeinträchtigt, und wann sollte sie wieder kontrolliert werden?