Was es bedeutet
Das Kleinhirn liegt im hinteren Teil des Kopfes, direkt über der großen Öffnung, an der der Schädel in die Wirbelsäule übergeht. Seine untersten Anteile heißen Kleinhirntonsillen und haben nichts mit den Mandeln im Rachen zu tun. Bei einer Chiari-I-Malformation reichen sie 5 mm oder mehr unter diese Öffnung. Das kann den Raum einengen und den Fluss des Hirnwassers verlangsamen. Oft besteht die Fehlbildung seit der Geburt.
Wann es wichtig ist
Reichen die Tonsillen nur wenige Millimeter tiefer, ist das häufig und wird oft als Tonsillentiefstand oder Tonsillenektopie bezeichnet. Viele Menschen mit einer Chiari-Malformation haben nie Beschwerden. Das weitere Vorgehen richtet sich nach den Beschwerden, etwa Kopfschmerzen am Hinterkopf, die beim Husten oder Pressen auftreten. Es hängt auch davon ab, ob sich im Rückenmark ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum (Syrinx) gebildet hat. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt schlägt eventuell ein MRT der Wirbelsäule oder eine fachärztliche Beurteilung vor.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Wie weit reichen die Kleinhirntonsillen unter die Schädelöffnung?
- Gibt es eine Syrinx oder Hinweise auf einen gestörten Liquorfluss?
- Sind meine Beschwerden typisch für eine Chiari-Malformation, oder haben sie eher eine andere Ursache?
