Was es bedeutet
Jedes Bildgebungsverfahren hat seine Eigenheiten. Im CT erzeugt Metall, etwa eine Hüftprothese oder Zahnfüllungen, helle und dunkle Streifen. In der MRT können kleine Bewegungen oder die Atmung das Bild verwischen oder schwache Doppelbilder erzeugen. Im Ultraschall halten Luft und Knochen die Schallwellen auf. Solche Effekte heißen Artefakte. Es sind Täuschungen im Bild, keine echten Strukturen in Ihrem Körper.
Wann es wichtig ist
Die meisten Artefakte sind gering und für Radiologinnen und Radiologen leicht zu erkennen. Wichtig werden sie, wenn sie einen Teil des untersuchten Bereichs verdecken oder wie ein echter Befund aussehen. Formulierungen wie „eingeschränkt beurteilbar“ oder „artefaktüberlagert“ sagen Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, dass kleine Befunde dort übersehen werden könnten. Manchmal wird eine Wiederholung, eine andere Lagerung oder eine andere Untersuchungsart vorgeschlagen.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Hat das Artefakt einen Teil des Bereichs verdeckt, der untersucht werden sollte?
- Sollte die Untersuchung wiederholt werden, oder umgeht eine andere Untersuchung das Problem?
- Kann ich bei der nächsten Untersuchung etwas tun, damit es nicht wieder auftritt?
