Was es bedeutet
Das Herz liegt in einem dünnen, zweischichtigen Beutel, dem Herzbeutel (Perikard). Etwas Flüssigkeit zwischen den Schichten sorgt dafür, dass sich das Herz beim Schlagen reibungslos bewegt. Bei einem Erguss hat sich mehr Flüssigkeit als normal angesammelt. Im Ultraschall zeigt er sich als dunkler Saum um das Herz. In der CT oder MRT erscheint er als Flüssigkeitsband, das das Herz umgibt.
Wann es wichtig ist
Kleine Ergüsse sind häufig und machen oft keine Probleme. Sie können nach einem Virusinfekt auftreten, bei einer Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis), bei Nierenversagen, einer Schilddrüsenunterfunktion oder nach einer Herzoperation. Ein großer oder schnell zunehmender Erguss kann das Herz zusammendrücken, sodass es sich nicht mehr richtig füllt. Diese sogenannte Herzbeuteltamponade ist ein Notfall. Für Verlaufskontrollen eines Ergusses wird oft ein Herzultraschall (Echokardiografie) eingesetzt.
Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt
- Wie groß ist der Perikarderguss, und ist er neu?
- Gibt es Hinweise, dass die Flüssigkeit auf mein Herz drückt?
- Brauche ich eine Kontrolle mit Herzultraschall, und wann?
