Was es bedeutet

Jede Bandscheibe hat einen festen Außenring und einen weicheren, gelartigen Kern. Bei einem Vorfall wird Bandscheibengewebe an einer begrenzten Stelle über den normalen Rand gedrückt, statt rundum wie bei einer Vorwölbung. Befunde nennen meist die Art (Protrusion oder Extrusion), die Größe und die Richtung: median, paramedian, foraminal (ins Nervenaustrittsloch) oder extraforaminal (darüber hinaus).

Wann es wichtig ist

Bandscheibenvorfälle sind in der MRT auch bei Menschen ohne Rückenschmerzen häufig. Wichtig wird der Befund vor allem, wenn er eine Nervenwurzel bedrängt, die zu Ihren Beschwerden passt, etwa Ischiasschmerzen in einem Bein. Die meisten dieser Beschwerden bessern sich über Wochen bis Monate, und der Vorfall selbst schrumpft oft. Ärzte vergleichen Höhe und Seite mit der Untersuchung. Eine erneute Bildgebung ist meist anhaltenden Schmerzen oder neuer Schwäche vorbehalten.

Fragen an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt

  • Ist mein Vorfall eine Protrusion oder eine Extrusion, und wie groß ist er?
  • Berührt er eine Nervenwurzel, die zu meinen Beschwerden passt?
  • Wie wahrscheinlich ist es, dass er von selbst schrumpft oder sich bessert?

Mehr dazu: Bandscheibenvorfall im MRT: Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten